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Fast nichts

6. September 2012

Einzigartiges Kochbuch: Das Fastenbuch der Großen Küche

In diesem Koch-Kunst-Buch beweisen Eckart Witzigmann und 46 eng mit ihm verbundene Spitzenköche, dass der wahre Genuss in der Kunst liegt, von nichts zu viel und von allem genug zu haben. Ihre Fastengerichte machen den Fasttag zum Festtag. Sie zeigen, dass „fast nichts“ doch so viel sein kann.

„Wenn Fasten, dann fasten, wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn.“ In der Kulturgeschichte der Menschheit – Teresa von Àvila macht dies deutlich – erscheint das Fasten als Gegensatz zum Feiern. Der Wechsel zwischen beidem strukturiert das Leben. So kommt dem Fasten in allen Weltreligionen eine wichtige Bedeutung zu – als Zeit der Buße, des Verzichts, des Innehaltens oder der Vorbereitung auf das Oster- und Weihnachtsfest.

Während die religiöse Motivation jedoch eher verblasst, wird Fasten als eine von vielen Diätvarianten betrachtet, die eine schnelle Gewichtsreduktion verspricht. Wir können uns aber das ganze Jahr über durchaus sinnvoll ernähren, ohne hungern zu müssen und dabei sehr wohl genießen. Genuss und Gesundheit stehen nicht im Widerspruch zueinander, sie können sich wunderbar ergänzen.

Die Essays von Anselm Bilgri, Otto Geisel, Thomas Knubben und Dr. Wolfram Pfeiffer in diesem Fastenbuch der Großen Küche beleuchten diese Aspekte. Auch und gerade die Kunst kennt die Kunst der Reduktion. Die einzigartigen Fotoarbeiten von Johann Willsberger bilden eine Partnerschaft mit den Fastengerichten der Spitzenköche. Sie bebildern sie nicht, sie begleiten sie. Maximal minimal.

Die Rezepte und Zubereitungen, die 46 Spitzenköche aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, der Schweiz, Dänemarks und den USA zu diesem von Eckart Witzigmann herausgegebenen kleinen, aber feinen Koch-Kunst-Buch in genussvoller Verbundenheit beigetragen haben, sind so unterschiedlich wie die Köchinnen und Köche und die Regionen und Länder, in denen sie als große Meister am Herd wirken:

Ferran Adrià, Andoni Luis Aduriz, Elena und Juan Mari Arzak, Hans Jörg Bachmeier, Boris Benecke, Daniel Boulud, Bobby Bräuer, Markus Dirr, Karl Ederer, Martin Fauster, Karl Josef Fuchs, Cesare Giaccone, Hans Haas, Marc Haeberlin, Herbert Hintner, Michael Hoffmann, Michael Kempf, Alfred Klink, Vincent Klink, Ralph Knebel, Otto Koch, Andreas Krolik, Karl-Emil Kuntz, Claus Peter Lumpp, Thomas Martin, Dieter Müller, Tohru Nakamura, Michael Philipp, Anne-Sophie Pic, Markus Polinski, Olaf Pruckner, Johann Rappenglück, René Redzepi, Hubert Retzbach, Luis Rottensteiner, Nadia und Giovanni Santini, Jörg Sackmann, Günter Seeger, Hans Stefan Steinheuer, Rolf Straubinger, Anibal Strubinger, Roland Trettl, Bernd Werner, Heinz Winkler, Jörg Wörther, Eckart Witzigmann und Harald Wohlfahrt.

Die feinen, liebevoll komponierten Fastengerichte werden begleitet von „einfachen“ Alltagsweinen, wie der köstliche Gutedel, der zu Unrecht vielgeschmähte, aber filigrane Müller-Thurgau oder auch der zartwürzige Trollinger – ausgewählt von Otto Geisel. Der Weinsachverständige hat zu den Rezepten Weine – hier und da auch ein rares Gewächs augesucht.

Eckart Witzigmann und Johann Willsberger
Fast nichts – Das Fastenbuch der Großen Küche

Mit Essays von Anselm Bilgri, Otto Geisel, Thomas Knubben und Dr. Wolfram Pfeiffer
und mit einer Weinauslese von Otto Geisel.

edition K- Kunst und Kulinaristik Verlag in Partnerschaft mit Hampp Verlag, Stuttgart
ISBN 978-3-942561-15-0
144 Seiten, 12.00 €